Die Schule hat wieder angefangen, und damit auch die Gespräche auf dem Pausenhof. Tag für Tag bieten Mitschüler, aber vor allem auch die Lehrer neuen Gesprächsstoff im Freundeskreis.

„Ich hab doch besseres zu tun, als jetzt den ganzen Nachmittag für dieses dumme Fach zu lernen.“

„Ich hab soo kein Bock auf Doppelstunde Mathe heute…“

„Ich hasse Deutsch bei Frau Y mehr als alles andere!“

So oder so ähnlich hörte und sagte ich es fast jeden Schultag. Du vielleicht auch?

Darüber nachgedacht, ob das vor Gott wirklich so richtig ist, habe ich selten. Dass Gott Lästern nicht mag, ist klar. Aber was ist mit einfachem Nörgeln, ohne dabei über jemanden herzuziehen? Wenn ich mich einfach laut beschwere, keinen Lust auf den Schulalltag zu haben? Macht ja fast jeder. (Und nach der Schulzeit hört es nicht auf…)

Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass Gott auch das nicht will. Paulus schreibt an eine Gemeinde:

„Was ihr auch tut, tut es ohne zu klagen und zu zweifeln, damit niemand euch irgendetwas vorwerfen kann.“ (Philipper 2, 14+15)
Zur Schule gehen, ohne zu klagen? Gar nicht so leicht. Aber der Zweck davon: Die Menschen in unserer Umgebung, also unsere Mitschüler, sollen erstaunt sein, dass wir nicht nörgeln. Sie sollen sich wundern, warum wir uns nicht am kollektiven Miesepetrigsein beteiligen. Und ihnen soll auffallen, dass von uns eine positive Ausstrahlung ausgeht, Optimismus, eine tiefe Hoffnung. So wird Gottes Liebe in unserem Alltag sichtbar, und unser Leben wird wie ein helles Licht leuchten (lies Philipper 2, 12+15).
Und das ist doch ein tolles Ziel: Gottes Liebe in unserem Alltag sichtbar zu machen.
Probier es nächste Woche mal aus!