Das Ergebnis des gestrigen Spiels der deutschen Nationalelf war wohl nicht das, was sich viele Fans erhofft hatten. Vor allem nicht vom Titelverteidiger, und ganz besonders nicht im Eröffnungsspiel. Die Kommentatoren ließen Sprüche wie „Sag mir mal einer, wie langsam wollen die denn noch rennen?“ oder „Die Deutschen haben sich anscheinend selbst schon aufgegeben.“ Es ist wie so oft, die Menschen vor dem Fernseher wissen oft viel besser, was in einer bestimmten Situation zu tun das Richtige gewesen wäre.

Ich bin mir sicher, die Spieler im Nationalteam sind sorgfältig ausgewählt und haben zweifelsohne Fähigkeiten, die der Trainer für ausreichend hält, dass sie die Deutsche Mannschaft zum Sieg führen können – sonst hätte er sie wohl kaum mit nach Russland genommen. Der Trainer hat diese Männer herausgesucht um gemeinsam mit ihnen für das große Ziel – den WM-Pokal – zu kämpfen.

In der Bibel lesen wir von einer ganz ähnlichen Konstellation: Die 12 Männer, die Jesus sich auserwählt hatte um sein Reich auf Erden zu bauen, nannten sich Apostel. Er hatte sie beauftragt und bevollmächtigt, seine Botschaft zu verkünden, Kranke zu heilen und viel Gutes zu tun. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Männer keine Rückschläge oder Versagen in Kauf nehmen mussten. Im Gegenteil, sie stießen auf enorme Widerstände – bis hin zu Verfolgung, Gefängnisstrafen und Steinigungen. Nach weltlichen Maßstäben eine klare Niederlage: Sie hatten versagt, die gute Botschaft an den Mann zu bringen.

Wie gut, dass wir uns genau in solchen Momenten sicher sein dürfen, dass wir – ganz im Gegensatz zum deutschen Nationalteam – eine große Gewissheit haben dürfen, dass der Sieg am Ende unser sein wird:

„Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört und gewinne den Siegpreis – das Ewige Leben – zu dem Gott dich berufen hat.“ 1. Timotheus 6, 12

Wir sind berufen zum ewigen Leben. Das heißt, auch wenn weltliche Umstände eher gegen uns und die Zeichen auf „Versagen“ stehen: Wir dürfen in der Gewissheit leben, dass wir im Team der Sieger stehen!

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Weitergedacht:

Wie gehst du mit Widerständen um? Was tust du, wenn du in deinem Auftrag nach weltlichen Maßstäben „versagst“?

Wie hilft dir die Gewissheit, dass wir den Sieg bereits errungen haben dabei, damit fertig zu werden?