Wusstest du, dass Schafe keinen eigenen Orientierungssinn haben? Dass sie, wenn sie einmal vom Weg abgekommen sind nicht alleine zurückfinden können? Wusstest du, dass Schafe keine Strategien entwickelt haben, um sich gegen Feinde zu schützen? Dass Schafe, wenn sie auf den Rücken gefallen sind allein nicht mehr aufstehen können? Und dass sie nicht einmal gutes von schlechtem Gras unterscheiden können? Und wie das folgende Video beweist: Manchmal wissen Schafe nicht mal, dass sie Schafe sind:

Schafe sind nun wirklich nicht die Intelligentesten unter allen Wesen im Tierreich. Und dass Jesus UNS und seine Hörer damals als Schafe bezeichnet, erscheint nun überhaupt nicht schmeichelhaft. Und doch gibt es einen Punkt, um die ich die Schafe sehr beneide: Sie hören die Stimme ihres Hirten unter vielen Stimmen heraus. Sie wissen ganz genau wem sie zu folgen haben. Jesus sagt dazu in Johannes 10:

„Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir“

Wie oft passiert es mir im Alltag, dass ich unter all den Gedanken und dem Stimmengewirr in meinem Kopf nicht mehr zu unterscheiden fähig bin. Besonders dann, wenn wichtige Entscheidungen anstehen. In solchen Momenten wünsche ich mir einmal mehr, dass ich ein dummes Schaf sein könnte, was nichts anderes kennt, woran es sich orientieren kann, außer der Stimme seines Hirten. Ich wünschte, ich würde sie deutlicher und klarer hören, die Stimme Gottes. Ich würde gern in jeder Situation wissen, was zu tun ist. Würde gern Klarheit haben, wenn es um die großen und kleinen Entscheidungen für mein Leben geht.

Und ich denke, ich bin manchmal auch wie das eben gesehene Schaf, was manchmal versucht, jemand anderes zu sein, als er eigentlich ist. Wie gut, dass Jesus mich immer wieder mit der Nase auf die Ralität stupst 🙂

Wie gut, dass der Hirte, Jesus, uns so gut kennt, dass er auch weiß, wie wir manchmal darin versagen, ihn zu hören. Ich bin überzeugt, dass er nicht aufhören wird geduldig zu rufen.

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SEI EIN SCHAF:
Nimm dir diese Woche bewusst jeden Tag Zeit, um auf Gottes Stimme zu hören. Schalte alles ab, was dich ablenkt, geh vielleicht raus in die Natur. Sei einfach einmal ganz still vor Gott und sage ihm „Sprich, Herr. Ich will deine Stimme hören“

Wenn du vor Entscheidungen stehst oder in bestimmten Situationen einfach nicht weißt, was du tun sollst: bete zu Gott, dass du seine Stimme hörst. Ich bin ziemlich überzeugt, dass wir trainieren können, Gottes Stimme zu hören und mehr lernen können, sie von anderen Gedanken zu unterscheiden.

Und vielleicht erfährst du dabei auf ganz natürliche Weise mehr, was es eigentlich heißt, ein SCHAF zu sein und mit dieser Identität zu leben.