„Verstehst du auch, was du da liest?“ – Eine einfache Frage, die Philippus auf einer Reise an einen Äthiopischen Regierungsbeamten adressiert, stand für unseren Arbeitskreis Nordost am letzten Wochenende an sehr zentraler Stelle!

Denn ganz traditionell fand in der Rhön mit über 70 Teilnehmern das jährliche Mitarbeiterwochenende der Schüler-SMD statt, zu dem alle Mitarbeiter der Freizeiten, Arbeitskreise und sonstigen Veranstaltungen eingeladen waren. Wir als Arbeitskreis Nordost waren fast vollständig vertreten und haben uns insbesondere der Gestaltung des Gottesdienstes gewidmet, der sich mit eben genau dieser Reise von Philippus und dem Äthiopier beschäftigte:

Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer und Mächtiger am Hof der Kandake, der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen!
Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese (Jesaja 53,7-8):
»Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.«
Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.
Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.

Apostelgeschichte 8,26-40

Die Szene wurde dabei unter anderem von Simon & Fiete wie folgt interpretiert – viel Spaß beim Anschauen!

Wenngleich es teilweise eher als Comedy denn als seriöse Betrachtung eines Bibeltextes anmutet, ist genau das unser Anspruch: Glaube und Bibel nicht als etwas uralt verstaubtes zu betrachten, sondern im Hier und Jetzt erlebbar zu machen! Und wenn dabei ein ungewöhnlicher Vergleich hilft – umso besser.

Das passiert, wenn man einen Juristen und den Datenschutzbeauftragten der SMD auf einen Bibeltext loslässt

Gernot Spies, Generalsekretär der SMD

Übrigens:
Du hast Lust, dich im Arbeitskreis mit einzubringen? Fantastisch! Wir sind stets auf der Suche nach motivierten Mitmenschen – schreib‘ uns einfach an kontakt (at) schulbeweger-nordost (.) de!