HOFFNUNG war für mich schon immer eines dieser frommen Wörter, das ich nicht sofort verstanden habe. Interessanterweise mal eins aus dem täglichen Leben: Hoffen, dass das Treffen mit der Jugend stattfindet, dass das Homeschooling (nicht) wieder startet, dass man die Weihnachtsgeschenke dieses Jahr nicht wieder auf den letzten Drücker organisiert bekommt 😛

Hoffnung – ein Zustand des Noch-nicht-Seins, aber des zuversichtlichen Erwartens.

Hoffnung – mal mehr und mal weniger stark empfunden, beeinflusst von diversen Faktoren. Ein Beispiel für Corona-Zeiten: Steigen die Infektionszahlen, sinken die Wahrscheinlichkeiten, dass Live-Treffen stattfinden können, sinkt also auch die Hoffnung auf diese Art Begegnung. Einfache Mathematik.

Eine Hoffnung also, die Schwankungen unterliegt und stark von den Umständen abhängig ist. Hoffnung kann also eher als Hoffnungs-GEFÜHL bei uns Menschen zu verstehen sein. Vergleichbar mit guter Laune, die kommt und geht.  

Wie anders ist die Hoffnung, von der die Bibel spricht. Auch hier ist die Hoffnung das Warten auf etwas, das noch nicht geschehen, aber in Gottes Wort ausdrücklich verheißen ist:

Unsere Errettung schließt ja diese Hoffnung [Warten auf Erlösung] mit ein. Nun ist aber eine Hoffnung, die sich bereits erfüllt hat, keine Hoffnung mehr. Denn warum sollte man auf etwas hoffen, was man schon verwirklicht sieht? Da wir also das, worauf wir hoffen, noch nicht sehen, warten wir unbeirrbar, bis es sich erfüllt.                             Römer 8, 24-25

Worauf warten wir eigentlich? Däumchen drehend auf den Tag der Erlösung?
Boah, da würde ich als eher aktiver Mensch die Krise kriegen. Das wäre mir zu langweilig 😉

Wir befinden uns in einer Zwischenzeit.

Ungefähr vergleichbar mit einer wichtigen Klassenarbeit, bei der man das Ergebnis kaum erwarten kann.  

Auf der einen Seite das, was längst geschehen ist: Wir SIND erlöst. Wir SIND errettet – safe in seiner Hand. Jesus LEBT in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit (Kolosser 1,27). Alle Verben im Präsens. Diese Hoffnung ist wie ein sicherer und fester Anker der Seele (Hebräer 6,18-19). No doubts.

Auf der anderen Seite warten wir weiterhin auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt. Auf den Tag, an dem wir endlich mit ihm zusammen sind. Es WIRD so kommen. Und das ist mehr als nur ein Hoffnungs-GEFÜHL. Es wird so kommen. Punkt. Kein wages HOFFENTLICH. Sondern eine feste Hoffnung.

Dazwischen befinden wir uns gerade: Wir sind safe bei ihm und dennoch in einem Zustand des Erwartens. Und diese Zeit ist nicht leer oder langweilig, sondern wir dürfen sie aktiv gestalten. Diese Hoffnung, die feste Zusage des Errettet-Seins und Wartens, tragen wir in uns. Freude macht sich breit. Die ist ansteckend.

Lust, als Hoffnungsträger unterwegs zu sein?

Für euren SBK:
_ Wie kannst du dein Leben in diesem November-Lockdown bewusst gestalten, sodass du als Hoffnungsträger erkannt wirst? (Ideen: Dankesliste, Leute anlächeln, kleine Geschenke, konkret über Jesus reden, auf das Positive in dieser Zeit hinweisen, …)
_ Wie könnt ihr als SBK Hoffnungsträger für eure Schule sein? Betet doch mal für eure Schule und staunt, was Gott euch zeigt. Das dürft ihr aktiv mitgestalten.