Ist dir diese Fernsehsendung noch ein Begriff? Die lief gefühlt ein paar Jahrzehnte lang bei RTL und war so etwas wie DIE Konstante im deutschen Vorabendprogramm. Was das mit dem heutigen Input zu tun hat? Enscheide selbst…

Nimm dir kurz Zeit und ein Blatt Papier und mal eine Linie, die dein letztes Jahr darstellt. Phasen in denen du findest dass es dir richtig gut ging – gute Zeit mit Freunden, toller Urlaub, etc. – lass die Linie weit oben verlaufen. Die Phasen in denen es dir schlechter ging, sind weiter unten. So ergibt sich dann wahrscheinlich eine sehr kurvige Linie mit vielen Höhen und Tiefen – Gute Zeiten, Schlechte Zeiten eben. (Notiz am Rande: Meine Linie sieht irgendwie aus wie ein Kamel).

Und jetzt schau dir diese Linie an und überleg dir: Wann hast du in diesen Zeiten am intensivsten Gott erlebt? Wann hattest du das Gefühl, ihm besonders nahe zu sein? Wann hattest du die emotionalsten Gebete? – Wenn es dir geht wie mir und den meisten Menschen, dann wirst du diese Phasen unter anderem in den Momenten verorten, in denen es dir objektiv am schlechtesten ging. Wenn du, weil es dir so schlecht ging, vielleicht auch am Glauben gezweifelt hast… dann aber wieder Jesus vertrauen konntest.

Jakobus, der Bruder von Jesus, schreibt in seinem Brief an die ersten Christen: „Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder auf die Probe gestellt wird!“ (Jak 1,2) Hä, Grund zur Freude? JA, denn in diesen Phasen wird der Glaube stärker! Wenn es mir grade richtig besch…eiden geht, fällt es mir oft schwerer, mir Zeit fürs Bibellesen oder Gebet zu nehmen. Aber grade das sind die Momente, in denen ich am ehrlichsten beten kann. Und wir dürfen immer auf eine Gebetserhörung hoffen – entweder, dass sich die Umstände verändern, oder – noch öfter – dass wir selbst unsere Einstellung zu den Umständen verändern. Den Umzug der Familie plötzlich als Chance sehen können. Oder in der Trennung der Eltern eine gute, neue Beziehung zu ihnen aufbauen zu können. Das zu erleben ist so genial, und man vergisst nicht wieder so schnell, was einem Gott dann geschenkt hat.

Jakobus schreibt, wir sollen in solchen Momenten um genau eine Sache beten: Weisheit, mit der Situation umzugehen (Jak 1,5 ff.). Und wenn du Gott vertraust, wird ER sie dir schenken. Was für ein Geschenk, dass wir diesen Gott kennen dürfen!

Also, auch wenn du jetzt nicht gleich motiviert für die nächste „schlechte“ Phase beten musst – wenn sie kommt, sei dir sicher, dass sie Gutes bringen kann. Vertraue auf Gott und bitte IHN um Weisheit! Dann bist du für alles gewappnet – in guten Zeiten und in schlechten Zeiten.