„Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.“ (1. Kor 4,5)

Der Wochenspruch für die kommende Woche stammt aus dem 1. Brief, den Paulus an die Gemeinde in Korinth geschrieben hat. Das historische Korinth muss mit dem heutigen Berlin dabei durchaus einige Ähnlichkeiten gehabt haben… Viele Kulturen und eine breite Vielfalt an Ethnien und Religionen. Sicherlich ist auch das ein Grund, warum die Korintherbriefe und ihr Inhalt auch heute noch so aktuell für uns sind.

Paulus erinnert einmal mehr daran, nicht voreilig über andere zu richten – insbesondere, weil damals wie heute ja oftmals überhaupt nicht alle Hintergründe für eine bestimmte Handlung, Lebensweise, Aussage oder Meinung bekannt sind. Doch wie häufig richten wir, ohne all das zu erkennen, was für uns „im Finstern verborgen ist“?

Doch daneben enthält der Vers auch noch einen weiteren Spannenden Aspekt: Gottes Lob wird uns zuteil. Üblicherweise werden die Begriffe „Gott“ und „Lob“ im umgekehrten Kontext genutzt: Wir loben Gott. Doch hier ist es umgekehrt. Wenn wir versuchen, andere nicht vorschnell zu richten und stattdessen positiv begegnen, wird Gott sich uns gegenüber genauso verhalten und uns wird SEIN Lob zuteil! Die Neue Genfer Übersetztung übersetzt den Brief mit „Dann wird jeder von Gott die Anerkennung bekommen, die er verdient.“ Was für eine Zusage für die kommende Woche, versuchen wir also mal wirklich, uns daran zu halten!