Ich sitze gerade in meinem Zimmer und muss einfach spontan vor mich hin grinsen bei dem Gedanken, dass gerade (oder zumindest am heutigen Tag) 100e und 1000e Schüler, Lehrer, Eltern und Gemeinden in ganz Deutschland und weit darüber hinaus zusammensitzen und ihre Schule vor Gott im GEBET bewegen.

Schule – ein Ort, an dem wohl mehr Menschen unfreiwillig als freiwillig sitzen und den größten Teil ihrer Tage verbringen. Ein Ort, wo Wissen vermittelt und Wissen aufgenommen wird. Ein Ort, an dem Freundschaften geschlossen werden, die manchmal das ganze Leben halten. Ein Ort, wo man so manche Herausforderung angehen und überwinden lernt und ein Ort der einem, wenn man ihn verlässt, ein riesiges Allgemeinwissen mit auf den Weg gibt. Schule – ebenso ein Ort, wo Leistungsdruck und unfaire Bewertungsmethoden auf der Tagesordnung stehen. Wo Neid, Missgunst, Streit und Lüge traurige Realität sind und Menschen in riesigen, schweren Schubladen zu stecken scheinen. Ein Ort, wo Menschen physisch und psychisch unter Druck stehen und für mangelhafte Anpassungsfähigkeit an die Norm nicht selten mit Ausgrenzung und Mobbing bezahlen. Selten sind die schönen und unschönen Seiten des Lebens so eng und so unvermeidbar aufeinander wie in der Schule.

Ich bin begeistert und bewegt davon, dass Schüler beginnen, ihre Schule genau so wahrzunehmen. Ihren Alltag nicht durch eine tunnelartige Brille sehen, sondern bewusst sagen: Wir wollen den Ort, wo wir täglich sind mit den Augen Jesu sehen. Dann beginnen sie, umstehende Schüler und Lehrer aus ihren Schubladen zu holen und ihnen mit der Liebe Jesu zu begegnen. Und unweigerlich bringt sie das, was sie dort sehen dazu, vor unserem Vater im Himmel auf die Knie zu gehen und für ihre Schule im Gebet einzustehen.

Gebet hat eine wahnsinnige Kraft und kann Menschen und Atmosphären verändern! Die Bibel ist voll von Zusagen, die uns immer wieder vor Augen halten, was für ein Privileg ein Beter hat, der fest an die Erfüllung dessen glaubt, wofür er betet: Nicht nur einmal sagt Gott uns zu, dass diese Gebete nicht unerhört bleiben werden.

Gerade deshalb bin ich überzeugt, dass GEBET wirklich das Beste ist, was wir haben! Und auch, dass wir unser Bestes geben sollten, kontinuierliche, standhafte und demütige Beter für unser Umfeld zu werden und damit die verändernde Kraft Gottes freizusetzen!

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Wenn du es noch nicht heute getan hast: Es ist JEDER Tag perfekt, um sich zu treffen und gemeinsam für seine Schule zu beten! Deshalb heute eine besonders starke Ermutigung dazu, euch ganz bewusst Zeit zu nehmen, die verschiedenen positiven und negativen Seiten eurer Schule und eurer Mitschüler wahrzunehmen und sie bewusst ins Gebet zu bringen.

Ich habe Letztens irgendwo den Satz gelesen: „Wie schön wäre es, wenn wir die Menschen, die wir anschauen immer auch gleichzeitig segnen würden.“ Die Idee ist, dass wir Gott mehr und mehr Zutritt zu unseren Gedanken verschaffen. Wenn wir mehr Zeit im Gebet verbringen, wird sich das automatisch auf die gedankliche Ausrichtung unseres Inneren auswirken und gleichsam auch Auswirkungen haben auf die Art und Weise, wie wir Menschen begegnen. Wenn du heute durch deine Schule läufst, dann quatsche doch mal mit Gott darüber, was du siehst. Und wenn du mit einem Menschen Blickkontakt aufnimmst, dann segne ihn im Stillen, gefüllt von den guten Gedanken, die Gott über diese Person hat!