„Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.“ (1. Joh. 4,21) ist der Wochenspruch für die kommende Woche. Für viele sicher keine neue Erkenntnis oder Überraschung, da überall schon mal gehört. Und trotzdem lohnt sich ein tieferer und regelmäßiger Blick in dieses Kapitel!

Johannes schreibt in seinem vierten Kapitel viel über Liebe – einerseits über die Liebe Gottes, andererseits über die Liebe unter den Menschen. Er stellt heraus, dass Gott ein liebender Gott ist und dass er in uns lebt, wenn wir uns gegenseitig lieben. Liebe kann außerdem nicht teilweise gelebt werden. So schreibt Johannes in Vers 20, dass wer Gott liebt und seinen Bruder (oder jemand anderen) „hasst“, nicht ehrlich ist.

Sowohl der „Aufruf zur Liebe“, als auch die Erinnerung, dass Liebe nicht zu 50% funktionieren kann, zeigen, wie wichtig es ist, sich diesen Text immer wieder vor Augen zu halten. Denn beides sind ja keine Entscheidungen, die man einmal für sich trifft, sondern die mit jeder Begegnung neu auf die Probe gestellt werden können. Eine gute Zeit mit der besten Freundin? Stress mit den Eltern? Ein blöder Kommentar eines Lehrers? In jeder Begegnung können (und müssen!) wir entscheiden, wie wir unserem Gegenüber begegnen möchten und ob wir ihn oder sie ein Stück von Gott in uns mitgeben möchten.

_zum Nachdenken

  • Wer sind diese Woche deine Nächsten, wie kannst du sie diese Woche „lieben“? (Der Begriff „Nächster“ kann sehr direkt verstanden werden – häufig geht es tatsächlich um Personen, die dir nahe stehen und mit denen du dich täglich umgibst.)
  • Gibt es Menschen in deinem Leben, denen du mit Ablehnung oder Ausgrenzung begegnest? Siehst du Möglichkeiten, diese Konflikte beizulegen?