„Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!“

Ich war noch in der Grundschule, als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte. Er kam von einem Polizisten, der uns erklären wollte, wie man sich als Teil der Gesellschaft verhalten soll (der Spruch selber ist natürlich schon viel älter, und kommt übrigens aus biblischen Quellen).

Du willst nicht, dass dich jemand schlägt? Dann mach es selber nicht!

Du willst nicht, dass dir jemand deinen Fernseher klaut? Dann mach es selber nicht!

Du w….du verstehst das Prinzip.

Was ich erst deutlich später gelernt habe: Dieser Satz ist eine Abwandlung eines anderen Spruchs aus der Bibel, nämlich der „Goldenen Regel“. Die steht in Matthäus 7, 12, kommt direkt von Jesus und besagt:

„Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet.“

Siehst du den Unterschied bei den Formulierungen? Den ersten Spruch könnte man auslegen: „Tu nichts, und du machst nichts falsch“. Beim zweiten Spruch geht das nicht, denn er fordert mich heraus, aktiv zu werden. Ich soll zu den Menschen gehen und sie gut behandeln, also etwas Positives tun, anstatt nur etwas Negatives nicht zu tun.

Hast du heute jeden Menschen nur so behandelt, wie du selbst behandelt werden möchtest? Bist du aktiv zu jemandem hingegangen, um ihn so zu behandeln, wie du behandelt werden willst?

Und wie war es gestern?

Bitte Gott, dir dabei zu helfen!