Der Lehrer, der mich grundlos zu hassen scheint. Die falsche Freundin, die hinter meinem Rücken über mich lästert. Die Oma, die plötzlich ins Krankenhaus muss.

Das Leben ist voll von Momenten, in denen sich Gott gerade ganz weit weg anfühlt. Momente, in denen wir uns einfach nur richtig mies fühlen. Oder Momente, in denen wir plötzlich Lust haben etwas zu tun, von dem wir eigentlich wissen, dass es schlecht für uns und andere ist. Da kann man als Christ schon mal auf den Gedanken kommen: Steckt da grade eine böse Macht dahinter?

Es gibt Christen, die sehen hinter jedem negativen Gefühl den Teufel. Aber es gibt auch Christen, die die Existenz einer bösen Macht komplett ignorieren oder sogar leugnen. Wer hat recht?

Natürlich lässt sich das nicht so genau sagen. Aber die Bibel ist ziemlich klar darin: Es gibt eine böse Macht in der Welt. Manchmal wird die Satan genannt, manchmal Teufel. Das Wort Teufel kommt übrigens von dem griechischen „diabolos“ und heißt wörtlich „Durcheinanderwerfer“. Also ein Verwirrer, ein Chaot, ein Faktenverdreher. Da ist etwas in der Welt, das uns verunsichern will. Uns weg von Gott bringen will. Das sollten wir glaube ich nicht vergessen.

Aber was wir noch viel weniger vergessen sollten: Gott ist stärker! Das Böse ist ein Verlierer, weil Jesus den Tod besiegt hat. Wie Gott am Ende siegen wird, können wir jetzt schon im letzten Buch der Bibel nachlesen, der Offenbarung des Johannes. Deshalb verdient der Teufel auch gar nicht mehr als einen „scharfen Seitenblick“, wie es Luther einmal gesagt hat. Einen kurzen Blick, vielleicht noch die Worte: „Du kannst mir gar nichts, du hast schon verloren.“. Mehr Aufmerksamkeit sollten wir dem gar nicht widmen.

Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast, dass da etwas Böses ist – mach dir keine Sorgen. Und schau wieder nach vorne. Gott ist stärker – und wir haben schon gewonnen!