„Dein Reich komme!“ – Ich lege meine Vorstellungen von der Herrschaft und des Gerechtigkeitssystems Gottes ab. Ich erkenne an, dass SEIN Blick höher und weiter geht, seine Maßstäbe übermenschlich sind, und seine Gnade gewaltig groß.

„Dein Reich komme!“ – Ich bemerke das D am Anfang des ersten Wortes und werde demütig. Spätestens hier erkenne ich, dass es im Reich Gottes nicht um mich geht.

„Dein Reich komme!“ – Ich erkenne die Notwendigkeit eines Königs, der sein Reich mit neuen Dimensionen aufrichtet. Viele irdische Herrscher sind gescheitert, Reiche sind untergegangen, keines war von Dauer. Das Reich, welches Gott aufrichtet wird EWIG bestehen. Gewaltig

„Dein Reich komme!“ – Ich blicke auf die himmelschreiende Ungerechtigkeit, Korruption, Gier, Hass und Neid. Blicke auf eine untergehende Erde, sterbende Pflanzen und Tiere, sterbende Kinder, sterbende Eltern, sterbende Menschen. Blicke auf zum Himmel und schreie, flehe! Gott möge kommen und all dem ein Ende bereiten.

„Dein Reich komme!“ – DA! Ein Hoffnungsschimmer taucht auf. Gott will mit seinem Reich und seinen überirdischen Maßstäben der Liebe und Gerechtigkeit schon in das HIER UND JETZT eingreifen. Er möchte, dass SEIN Reich schon jetzt Realität wird.

„Dein Reich komme!“ – Ich bin sauer. Wenn Gott so viel Macht hat, warum ist sein Reich dann noch nicht da? Warum macht er diese ganzen Missstände nicht besser? Warum bleibt er so untätig, obwohl SO viele Menschen auf der Welt ihm mit dieser Bitte in den Ohren liegen? KOMM! Komm mit deinem Reich, mit deiner Liebe, deiner Geduld, deiner Gnade, deiner Gerechtigkeit, deiner Klarheit.

„Dein Reich komme!“ – Ich stutze. Bemerke, dass Gottes Reich viele Dimensionen hat. Dass sie auch kleiner sein können, als ich dachte. Merke, dass ein Reich genau dort entsteht, wo Macht und Einfluss auf eine Instanz übertragen werden und diese sie ausübt. SEIN REICH – das betrifft auch alle meine LebensbeREICHE. Betrifft den BeREICH meiner Beziehungen, meines Besitzes, meiner Finanzen, … . Gott flüstert: „Lass mich rein, in DEIN Reich! Lass mich regieren“

„Dein Reich komme!“ – Mit gemischten Gefühlen muss ich mir eingestehen, dass das Reich Gottes wohl doch etwas mit mir zu tun hat. Mehr als ich dachte. Was heißt es, wenn Gottes Reich anbricht? Ganz konkret, in meinem Leben? In welchen BeREICHEN darf Gott denn tatsächlich Herrschaft ausüben? In welche BeREICHE lass ich ihn nicht ein? Was würde Gott mir denn sagen, was ändern?

„Dein Reich komme!“ – ich bin erstaunt, demütig, zornig und kleinlaut zugleich.

Will ich tatsächlich, dass Gott regiert?

Wer ist schuld, dass er es noch nicht tut?

Was hat das mit MIR zu tun?

Was würde das ändern?

DEIN REICH KOMME. AMEN.

Und noch ein Songtext zum Nachdenken:

Herr wir sehnen uns nach dir. Brich ein mit deiner Macht, brich ein mit deiner Kraft. Voll Hoffnung rufen wir zu dir: „Herr, wirke Zeichen, wirke Wunder, sei du hier.“

Lass uns deine Größe sehn, denn deine Wunder Herr, sie werden nie vergehn. Dein Reich komme immer mehr, dein Wille soll geschehen, Herr.

Denn dein, Gott, ist das Reich. Denn dein, Gott ist die Kraft. Denn dein, Gott, ist die Herrlichkeit, dein ist die Herrlichkeit!

Traum von Eden, „Lass uns deine Größe sehn“