Stell dir vor, du sitzt im Gottesdienst und willst eigentlich den Text aus der Predigt in deiner Bibel-App nachlesen und dabei checkst du nur mal gaaanz kurz deine Whatsapp-Nachrichten. Oder du hast dir vorgenommen, in der nächsten halben Stunde in der Bibel zu lesen oder Lobpreis-Lieder zu hören, aber dann wird dir irgendwann bewusst, dass du doch bei irgendwelchen sinnlosen Youtube-Videos versackt bist. Der amerikanische Komiker John Crist hat #checkyourheart erfunden. Mit dem Hashtag labelt er auf lustige Art und Weise Momente, bei denen man als Christ in die Falle geht 😉

Ich bin super anfällig für Ablenkungen und kenne diese checkyourheart-Momente zu gut, in denen ich mir mal wieder etwas für Gott vorgenommen habe und dann im Nachhinein feststellen muss, dass es einfach nur danebengegangen ist.

David scheint es ähnlich gegangen zu sein, sodass er betete:

„Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg!“
Psalm 139, 23-24.

Mutig bittet er, dass Gott ihn erforscht. Es war ihm nicht egal, sondern er wollte, dass Gott ihm seine wahre Herzenshaltung zeigt. Er erkannte, dass er ohne Gottes Hilfe es nicht allein schafft, Gott anzubeten. Ziemlich paradox, dass man sogar zum Gott anbeten Gott braucht 😉 Aber so ist es oft.

Wir haben einen Verstand erhalten und können uns üben darin, fokussiert zu bleiben. Ebenso dürfen wir den Heiligen Geist bitten, unsere ablenkenden Gedanken wegzunehmen, wie David es tat: „Leite mich auf dem ewigen Wege.“

#Herausforderung für die Woche:
Kommt eine Ablenkung
in Gedanken, mach dir eine kurze Notiz zu dem Thema und leg den Zettel beiseite. Du kannst später wieder drauf schauen.
als Person, mach sie fröhlich darauf aufmerksam, dass du gerade verabredet bist und nachher Zeit hast.
… durch Hausaufgaben oder andere Termine und to-dos, mach dir einen Plan: Zeit für Gott kann da genauso rein wie die anderen Dinge.
… durch das Handy, lege es für die Zeit mit Gott aus dem Zimmer, stelle es auf stumm und schaue später wieder drauf.

Bitte den Heiligen Geist, dir zu helfen, teile deine Vorhaben mit einer Person deines Vertrauens und nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Wenn du eine Ablenkung schaffst, beiseite zu schieben, ist schon viel gewonnen. Beim nächsten Mal sind es vielleicht schon zwei 😉