„Was ist eigentlich deine Lieblingsstelle in der Bibel?“

Das hat mich neulich jemand gefragt, der nicht an Gott glaubt und große Teile der Bibel für komplett ausgedacht hält. Die Person weiß zwar schon lange, dass ich Christ bin, hat sich jedoch nie sonderlich dafür interessiert – dachte ich zumindest. Als die Frage dann ziemlich aus dem Nichts kam, war ich erstmal ganz schön baff, und auch ein bisschen überfordert. Die Bibel ist so groß, und ich weiß so wenige Stellen wirklich auswendig… Wüsstest du direkt, was du antworten würdest?

Ich glaube, es macht total Sinn, sich mal über diese Frage Gedanken zu machen. Was sind Stellen in der Bibel, die dich bisher besonders berührt haben? Das können Verse sein, die auf einer Freizeit im Vordergrund standen. Zu denen du dir mit vielen anderen Leuten viele Gedanken gemacht hast. Mit denen du eine schöne Stimmung verbindest. Aber genauso können es Verse sein, bei denen du beim Lesen das Gefühl hattest, dass sie genau zur richtigen Zeit kommen. Dich total persönlich ansprechen. Ich glaube fest daran, dass der Heilige Geist uns beim Bibellesen immer wieder solche Momente schenkt – wenn wir ihn lassen.

Warum schreibst du heute nicht mal deine Top 3 – Bibelstellen auf, und besprichst sie mit einem anderen Christen? Zum Beispiel in deinem SBK, oder in deiner Gemeinde? Einen anderen Menschen nach seinen Lieblingsversen zu fragen, ist ein echt cooler Öffner, der das Gespräch direkt super persönlich werden lässt. Und im Idealfall lernst du noch einen Teil der Bibel kennen, dem du bisher nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hast.

Ich will dir außerdem Mut machen, deine Top 3 direkt auswendig zu lernen! Auswendig klingt immer sehr nach Schule und Langeweile. Aber wie cool, wenn man Teile der Bibel immer parat hat, in jeder Situation. Das Englische „Learning Something By Heart“ drückt genau das aus – sich etwas merken, so dass man es immer im Herzen mit sich trägt. Und eine Bibelstelle ist da sicher besser aufgehoben als Goethes „Zauberlehrling“ oder Schillers „Glocke“.

PS: Zu meinen persönlichen Lieblingsstellen gehört übrigens Lk 23, 42-43!