Heute wurde in vielen Gemeinden in Deutschland Erntedankfest gefeiert. Es ist eine wunderbare Jahreszeit. Nicht nur verwöhnt uns das Wetter mit angenehmen Temperaturen und beschert uns letzte Sonnentage, auch die Wälder färben sich prächtig bunt und scheinen noch einmal die geballte Lebensfreude hinauslassen zu wollen.

In den Höfen auf dem Land freuen sich die Bauern über die erfolgreich eingebrachte Ernte, Winzer setzen sich mit einem guten Tropfen Wein an den Tisch und stoßen an. Und ganz normale Menschen wie du und ich können sich einmal ganz bewusst Zeit nehmen, ihr Leben und die vergangene Zeit zu reflektieren und DANKBAR zu werden für alles, was ihnen von Gott geschenkt wurde.

Wenn ich auf mein Leben schaue, dann bemerke ich, dass es mir viel leichter fällt, mich über Dinge zu beschweren, die gerade nicht so super nach Plan laufen als dankbar zu sein für so Vieles, was ich habe, aber schon längst als selbstverständlich hingenommen habe.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie viel es braucht, dass du überhaupt in die Lage kommst, dich beschweren zu können?

Wenn du dich über zu langsame Autofahrer auf der Straße vor dir beschwerst, dann bedeutet das, dass du im Besitz eines Autos bist!!! Wenn du dich über eine inkompetente Bedienung im Restaurant beschwerst, dann bedeutet das, dass du es dir leisten kannst in einem Restaurant essen zu gehen. Und wenn du schon wieder deine dreckigen Fenster putzen musst und dich lauthals darüber aufregst: es bedeutet dass du in der glücklichen Lage bist, ein Dach über dem Kopf zu haben (Und was für eins! Offensichtlich sogar mit Glasscheiben in den Löchern in der Wand!)

Es ist wohl alles eine Frage der Perspektive.

Wir haben die Wahl von welcher Seite aus wir die Dinge betrachten.

Vermutlich ist es das, was Paulus den Tessalonichern sagen will, wenn er sie auffordert: „Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.“ (1.Tess 5,18)

Es gibt sicherlich Vorfälle und Situationen, in denen es uns alles andere als leicht fällt, dankbar und fröhlich zu sein. Aber allzu oft bedeuten schwierige Situationen im gleichen Zuge auch, dass wir überreich Gesegnete und Beschenkte waren/sind! Paulus, und auch ich heute, ermutigen dich, mit Gottes Hilfe neu diese dankbare, göttliche Perspektive einzunehmen! Du hast immer und in jeder Lage soo viel Grund dankbar zu sein! Und einer dankbaren Haltung liegt so viel positive Kraft inne, sie hat ohne Zweifel das Potenzial, deinen Alltag grundlegend zu verändern!

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Eine dankbare Haltung lässt sich trainieren!

Nimm dir doch in der kommenden Woche jeden Abend einmal 5 Minuten Zeit und schreibe 5 Dinge auf, für die du am heutigen Tag dankbar bist. Das können kleine und große Dinge sein. Begegnungen, kurze Momente der Freude, selbstverständliche Dinge, für die du neu dankbar geworden bist… Lass dich challengen und versuche keine Sache in dieser Woche doppelt aufzuzählen!